Wochenausblick: EURUSD und DAX unter Druck
DAX im freien Fall – Wochenplanung inklusive Erholungsszenario
Der Wochenstart hat es in sich: Der DAX präsentiert sich erneut tiefrot – und diesmal ist es mehr als nur ein klassischer Abverkauf zum Wochenbeginn. Was wir aktuell sehen, ist kein kurzfristiges Störfeuer, sondern eine dynamische Bewegung mit klarer Richtung: nach unten. Für Trader bedeutet das vor allem eines – Chancen liegen derzeit auf der Short-Seite. Allerdings ist es auf Grund der schnellen Abverkäufe auch wahrscheinlich, dass es eine Gegenbewegung gibt. Wo die Anlaufpunkte für ein solches Szenario liegen, erfahren Sie in der Videobesprechung.
Abwärtsdruck ohne Pause
Bereits der Freitag hat gezeigt, wie ernst die Lage ist. Der große Verfallstag brachte zwar erwartungsgemäß Volatilität, doch die Intensität des Abverkaufs ging weit darüber hinaus. Es gab schlichtweg „no place to hide“. Kaum ein Sektor konnte sich dem Verkaufsdruck entziehen – ein klares Zeichen für breite Marktschwäche.
Charttechnisch ist ein entscheidender Bereich gefallen: Die Zone um 22.600 bis 22.700 Punkte wurde ohne nennenswerte Gegenwehr durchbrochen. Seitdem dominiert ein sauberer Abwärtstrend das Geschehen. Wichtige Zielbereiche auf der Unterseite rücken damit immer stärker in den Fokus – zunächst die Region um 21.300 Punkte, darunter wartet bereits die psychologisch wichtige Marke bei 20.000.
Geopolitik bleibt Brennfaktor
Der Haupttreiber dieser Bewegung ist schnell identifiziert: geopolitische Eskalation. Die Unsicherheit rund um den Nahen Osten sorgt für Nervosität – insbesondere durch steigende Energiepreise und drohende Versorgungsengpässe. Märkte hassen Unsicherheit. Und genau das wird aktuell eingepreist.
Die Folge: Kapital fließt aus Risikoassets ab, während sichere Häfen und der US-Dollar profitieren. Gleichzeitig steigen die Zinsen – ein toxischer Mix für Aktienmärkte.
Trading-Planung im DAX: Trends nutzen!
Auch wenn die Bewegung dynamisch ist: Es gibt immer wieder Korrekturen! Korrekturen gehören zum Trend – und genau hier liegen die Chancen für kurzfristige Trader.
Im Stunden- und insbesondere im 5-Minuten-Chart zeigen sich immer wieder saubere Korrekturphasen, aus denen heraus neue Short-Impulse entstehen. Wer die kleineren Zeiteinheiten sauber liest, kann diese Bewegungen gezielt handeln.
Wichtig: Solange der Bewegungstrend im Dax intakt ist, bleiben Shorts das Mittel der Wahl.
Erholung? Ja – aber nur technisch
Natürlich wird es Gegenbewegungen geben. Märkte laufen nie linear. Doch aktuell sprechen wir eher von technischen Rebounds als von echten Trendwechseln.
Mögliche Erholungsziele liegen im Bereich von 23.100 bis 23.200 Punkten sowie darüber bei 23.500. Erst darüber würde sich das Bild leicht aufhellen. Doch aktuell fehlt schlicht der fundamentale Treiber für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung.
Einzelwerte: FedEx überrascht – Markt bleibt skeptisch
Ein spannendes Beispiel liefert FedEx. Starke Zahlen, angehobene Prognosen – eigentlich genau das, was der Markt sehen will. Doch statt einer Rally folgte ein klassischer „Sell the News“-Move.
Das zeigt deutlich: Selbst gute Nachrichten reichen aktuell nicht aus, um den Markt nachhaltig nach oben zu treiben. Die übergeordnete Unsicherheit dominiert.
Charttechnisch bleibt auch hier die Lage angespannt. Unterhalb wichtiger Unterstützungen droht weiteres Abwärtspotenzial – trotz solider Fundamentaldaten.
Energie bleibt der einzige Lichtblick
Ein klarer Outperformer ist derzeit der Energiesektor. Steigende Ölpreise treiben Aktien wie Exxon Mobil sowie entsprechende ETFs nach oben.
Doch auch hier gilt: Einfach ist das Trading nicht. Die Volatilität ist hoch, Rücksetzer sind jederzeit möglich. Wer hier aktiv ist, sollte ebenfalls auf kurzfristige Setups und sauberes Risikomanagement setzen.
Währungen: Dollar im Vorteil
Parallel dazu gewinnt der US-Dollar weiter an Stärke. Steigende Zinsen und Kapitalflüsse in sichere Anlagen treiben den Greenback nach oben. Im Gegenzug gerät der EUR/USD unter Druck.
Auch hier ist das Bild klar: Der Trend zeigt abwärts. Short-Setups dominieren – mit Zielbereichen unterhalb von 1,1500 USD. Die wichtigen Fakten zur Tradeplanung erfahren Sie ebenfalls in der Videobesprechung.
Tickmill’s tägliche Tradingideen – Live-Besprechung
Diese Themen standen heute in der Live-Besprechung um 8:30 Uhr auf der Agenda:
· 00:00 Heute auf der Agenda
· 01:53 Wichtige Nachrichten für die Handelswoche Dtl., EU, GB
· 03:41 DAX - Wichtige Marken & Setups für die Handelswoche
· 08:50 DAX - Planung möglicher Erholungsbewegung
· 10:51 FedEx - Update nach Zahlen und Tradeplanung
· 16:31 Wallstreet - Nur ein Sektor läuft
· 17:16 XLE - US-Energiesektor
· 18:46 Exxon Mobile - Chartupdate
· 20:06 Palantir - Chartcheck und Setupplanung
· 22:15 Fed Mitglied Waller treibt Spekulationen
· 23:27 USD-Index - Tradeplanung
· 25:30 EURUSD – Tradeplanung
Mike Seidl’s tägliche LIVE-Analysen mit Tickmill: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Abonnieren Sie jetzt unseren YouTube Kanal unter. Tickmill Deutsch - YouTube.
Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen
Ihr Mike Seidl
Haftungsausschluss:
Das bereitgestellte Material dient ausschließlich Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Die im Text geäußerten Ansichten, Informationen oder Meinungen gehören ausschließlich dem Autor und nicht dem Arbeitgeber, der Organisation, dem Ausschuss oder einer anderen Gruppe oder Einzelperson, die mit dem Autor oder dem Unternehmen verbunden ist.
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Risikowarnung:
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen aufgrund ihrer Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 72% und 73% der Privatanlegerkonten verlieren Geld, wenn sie CFDs mit Tickmill UK Ltd bzw. Tickmill Europe Ltd handeln. Sie sollten sorgfältig überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Futures und Optionen:
Der Handel mit Futures und Optionen auf Margin ist mit einem hohen Risiko verbunden und kann dazu führen, dass Verluste das ursprünglich investierte Kapital übersteigen. Diese Produkte sind nicht für alle Anleger geeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Risiken vollständig verstehen und angemessene Maßnahmen im Rahmen Ihres Risikomanagements ergreifen.
Sein Interesse an Wirtschaft und Geldanlagen begann in den frühen 1990-ern zu wachsen. Aus diesem Grund hat er seine Hochschulreife auf einem Wirtschaftsgymnasium erworben. Das dort erlangte Wirtschaftswissen und die Teilnahme an einem Börsenspiel, haben ihn endgültig für die Börse und die dort gebotenen Möglichkeiten Geld zu verdienen, infiziert.